Pizzicato Nr. 156 (Oktober 2005)

Das Clavichord und das Fortepiano zählen in der Darstellung der Kammermusik Bachs zu den seltener benutzen Instrumenten, obwohl sie doch historisch mit einiger Wahrscheinlichkeit genau zu Bachs Zeiten die populärsten Tasteninstrumente überhaupt waren. Neben seinen Konkurrenten gelang es dem Clavichord im Laufe des 18. Jahrhunderts, sich zum 'eigentlichen Clavier' zu mausern. Die beiden ungarischen Experten für historische Instrumente legen hier im Verbund eine motiviert vorgetragene, klangfarblich äußerst reizvolle Aufführung der ausgewählten Werke vor, die sehr gut geglückt ist. Nicht nur die klangfarbliche Dimension des Projekts, auch das Zusammenspiel, und die spielerischen Einzelleistungen fördern eine gute Stunde Bach zu Tage, den man genau auf diese Weise gerne häufiger hören möchte.

ejh