| RAMÉE |
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| Une Douceur violente | ![]() |
Auch wenn Jacques de Gallot und Charles Mouton die beiden letzten bedeutenden Vertreter einer Schule waren, die von Ennemond und Denis Gaultier (cf RAM 0904) dominiert wurde, leisteten sie mehr als einfach nur „die Flamme am Leben zu erhalten“. Obwohl beide sich öffentlich zum Einfluss der Gaultiers auf ihre Kunst bekannten und im wesentlichen an den Prinzipien festhielten, die die von allen verehrte Künstlerdynastie begründet hatte, zeigt ihre eigene Musik Originalität und ist weit entfernt von flacher Nachahmung. Moutons Musik ist den Gaultiers stilistisch noch näher als die von Gallot. Nirgends wird das deutlicher als bei den doubles, komponiert auf einige Couranten der Gaultiers. Diese passen so hervorragend zueinander, dass es schwer zu glauben ist, dass sie von anderer Hand geschrieben wurden. Jacques de Gallots Musik hingegen markiert eine deutliche Abwendung vom vorhergehenden Stil. Die Perfektion seiner Musik wird durch seinen Schüler Johann Armand von Uffenbach unterstrichen: „Keine Harmonie einer einzigen Musik, sie sey so vollständig als sie wolle, kommt diesem Solospieler gleich“.
ANTHONY BAILES studierte zunächst
Gitarre, und entwickelte dabei eine Liebe zur Lautenmusik. Eine Begegnung mit
Diana Poulton veranlasste ihn, eine Laute zu kaufen und bei ihr zu studieren.
1971 erhielt er ein Stipendium des Kunstrates von Großbritannien für
ein weiterführendes Studium bei Eugen Dobois an the Schola Cantorum Basiliensis
in der Schweiz.
Seit dem Ende seiner Studien hat er in Europa auf allen wichtigen Festivals
konzertiert. Einige seiner Einspielungen wurden von der Kritik als »Meilensteine«
gefeiert. Seine Interpretationen der deutschen und französischen Musik
des 17. Jahrhunderts sind besonders geschätzt und mit verschiedenen Preisen
ausgezeichnet worden. Neben seiner Konzert- und Unterrichtstätigkeit hat
Anthony Bailes Musikausgaben besorgt und Monographien über die Laute und
ihr Repertoire veröffentlicht.