| RAMÉE |
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| Louis SPOHR George ONSLOW, Nonets | ![]() |
In dieser Aufnahme stellen wir zwei frühromantische Stücke vor, in denen die klaren Linien und die Transparenz der klassischen Musik beginnen, einer impressionistischen Klanglandschaft aus gleitenden Veränderungen und einer irritierenden Chromatik zu weichen, die den Hörer in unerwartete Richtungen führt: die Timbres der Instrumente wurden in solch überraschender Weise kombiniert, dass sie ungewohnte Klangfarben ergaben und die Klarinette – wohl die Königin unter den romantischen
Blasinstrumenten – alles mit ihrem eindringlichen, dunklen und unergründlichen Klang verzauberte.
Spohrs Nonett von 1813 ist das erste Nonett, das für diese spezielle Zusammenstellung von Instrumenten komponiert wurde und
die spezifischen Charakteristika und Eigenheiten jedes Instrumentes bewusst einsetzt. Trotz all seiner Merkmale klassischer
Strukturen und seiner Geschlossenheit im Ausdruck nimmt das Nonett den Hörer auf eine unerwartete Reise mit, denn jede neue
Phrase eröffnet ein anderes Klangspektrum. Vielleicht offenbart Spohr seine Originalität und seinen Erfindungsreichtum gerade
darin, wie er in einzigartiger Weise alle Farben des musikalischen Regenbogens durchmischt und dabei doch jede einzelne
heraushebt.
Onslows Nonett (hier zum ersten Mal auf historischen Instrumenten eingespielt) überrascht vom ersten Takt an! Die Kraft und
Intensität der Eröffnung, die Virtuosität der ersten Verzierungen der Violine und der extrem weite Tonumfang in jeder einzelnen
Stimme verleihen dem Stück eine durch und durch moderne Anmutung. Verglichen mit dem Nonett von Spohr ist diese
Komposition die Frucht eines neuen »Zeitgeistes«.
Die Kernbesetzung von OSMOSIS besteht aus fünf international anerkannten Musikern, welche die Liebe zu historischen
Blasinstrumenten und deren Repertoire verbindet. Das besondere Augenmerk des Quintetts liegt auf der
Epoche der Frühromantik, einer Zeit voller Experimentierfreude und rasanter Entwicklungen im Bau von
Blasinstrumenten, während der sich die Klangwelt der Bläsergruppe von einer Dekade zur nächsten veränderte, mit
wachsenden Tonumfängen und dynamischer Flexibilität und einer immer größer werdenden Palette an Klangfarben
und Kontrastmöglichkeiten. Werke für Bläserquintett allein und solche für größere Ensembles mit einem
Bläserquintett als Herzstück sind die zwei Wege, welche Osmosis auf seiner musikalischen Reise beschreitet. Osmosis
hat eine feste Zusammenarbeit mit dem Nepomuk Fortepiano Quintet entwickelt, welches sich gleichermaßen auf das
frühromantische Repertoire spezialisiert hat.
Kate Clark, Flöte und Leitung
Ofer Frenkel, Oboe
Nicole Van Bruggen, Klarinette
Helen McDougall, Horn
Benny Aghassi, Fagott
Franc Polman, Violine
Elisabet Smalt, Viola
Jan Insinger, Violoncello
Pieter Smithuijsen, Kontrabass