| RAMÉE |
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| Georg Friedrich HÄNDEL, Suites de Pieces Pour le Clavecin | ![]() |
Händel hat den Ruf eines Freigeistes, was die Komposition seiner Suiten anbelangt. Seine Cembalowerke verbinden formale Freiheit mit rhetorischer Meisterschaft in einer Art und Weise, in der sich zweifelsohne seine Begabung zur Improvisation widerspiegelt, für die er weithin berühmt war. Seine Musik kombiniert in großer stilistischer Vielfalt lebhaften Erfindungsreichtum mit ausgeprägtem Sinn für die Struktur. Die großen Suiten von 1720, alle ganz verschieden voneinander, bilden eine Synthese aus Elementen des deutschen und des italienischen Stils. Es sind die musikalischen Themen, die die formale Einheit schaffen. Die verschiedenen Ursprünge seiner Musik machen aus Händels Suitensammlung einen Mikrokosmos des stilistischen Eklektizismus. Nach seiner mehrfach ausgezeichneten Einspielung der Cembalosuiten von Johann Mattheson präsentiert uns Cristiano Holtz eine glanzvolle Interpretation der Händelschen Suiten.
CRISTIANO HOLTZ wurde in Brasilien geboren. Beeindruckt von der Musik Johann Sebastian Bachs begann er mit zwölf Jahren unter der Anleitung von Pedro Persone Cembalo zu spielen. 1987 setzte er seine musikalische Ausbildung in den Niederlanden fort, wo er während zehn Jahren bei verschiedenen Lehrern studierte, u. a. bei Jacques Ogg und Gustav Leonhardt. Er besuchte Meisterkurse bei Miklós Spányi (Clavichord) und Pierre Hantaï (Cembalo).
Cristiano Holtz konzertiert meist als Solist auf dem Cembalo und dem Clavichord, gelegentlich auch auf historischen Orgeln, in Europa, Lateinamerika und Asien, und ist auf verschiedenen internationalen Festivals aufgetreten. 1995 war er Preisträger beim Eldorado-Wettbewerb in Sao Paulo. Seine Einspielung der Cembalosuiten von Johann Mattheson (Ramée) erhielt mehrer Auszeichnungen in der Fachpresse, u.a. den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik.
Seit 1998 unterrichtet Cristiano Holtz Cembalo am Gregorianischen Institut in Lissabon.