| RAMÉE |
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| Feuer und Bravour | ![]() |
In den Berliner Bibliotheken lagern unzählige Manuskripte vergangener Epochen. Studiert man die dortigen musikalischen Bestände des achtzehnten Jahrhunderts genauer, fällt die Vielzahl an Werken auf, die die Viola da Gamba auf höchst virtuose Weise verwenden. Wie kam es zu einer solchen Anhäufung von Kompositionen für ein Instrument, das zu dieser Zeit in anderen Ländern den Zenit seines Erfolges längst überschritten hatte? Sowohl Friedrich der Große (1712-1786) als auch sein Thronfolger Friedrich Wilhelm II. (1744-1797) waren große Förderer der musikalischen Künste. Im Laufe ihrer Regierungszeit kamen fast alle namhaften Gambenvirtuosen des späten achtzehnten Jahrhunderts nach Berlin, um am Hof vorzuspielen. Der größte Virtuose dieser Epoche musste nicht anreisen, denn er war bereits am Hofe angestellt: Ludwig Christian Hesse (1716-1772). Im Umfeld dieses großen Gambenvirtuosen entstanden am Berliner Hof viele Werke für Gambe, mit zumeist hohem technischen Anspruch und einer für das Instrument idiomatischen Schreibweise, die direkt auf Hesse zurückzuführen sind.
MUSICKE
& MIRTH wurde 1997 von Jane Achtman und Irene Klein in Basel
gegründet. Der Titel eines Stückes von Tobias Hume inspirierte das Ensemble,
und die spannende Musik für zwei (und mehr) Gamben zu erforschen, ist sein
erklärtes Ziel. Es widmet sich hauptsächlich der Wiederentdeckung unbekannteren
Repertoires. Von ersten Notendrucken aus Nürnberg um 1440 über die englische
Lyra-Viol-Musik des 17. Jahrhunderts bis hin zum galanten, empfindsamen Stil der
Berliner Schule spannt sich der Bogen der verschieden besetzten Programme. Irene Klein und Jane Achtman, Viola
da Gamba
Rebeka Rusó, Violoncello
Barbara Maria Willi, Fortepiano und Cembalo