| RAMÉE |
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| William BYRD, Clarifica me | ![]() |
William Byrd gehörte zu einer Generation von Musikern, die viel Neues hervorbrachten: Zu seinen Zeitgenossen zählten u. a. Claudio Monteverdi, Jan Pieterszoon Sweelinck, Girolamo Frescobaldi und Fransisco Correa de Arauxo. In Byrds Werk sticht insbesondere die Vielfalt an Gattungen und Strukturprinzipien hervor. Zwar nahm Byrd regen Anteil an den Entwicklungen auf dem Festland und schöpfte in Ansätzen aus dem stilistischen Reservoir ausländischer Kollegen, seine Gattungen sind aber von einer hohen Individualität geprägt und zeigen wenig Ähnlichkeit mit den kontinentalen Genres. Vielmehr bezieht sich sein Schaffen auf heimische Traditionen, die er grundlegend erneuerte, was besonders in seiner Instrumentalmusik deutlich wird. Byrds Fantasien etwa zeigen das Genre von einer neuen, unvergleichlich abwechslungsreichen Seite. Imitatorische Abschnitte wechseln hier mit toccaten- und canzonenhaften Momenten oder sogar tänzerischen Segmenten. Gelegentlich verwendet er in einzelnen Phrasen zugleich mehrere Tonarten, was man nach dem Wortlaut seines Kollegen Thomas Morley in Fantasien niemals tun dürfe.
LÉON
BERBEN wurde 1970 in Heerlen (Niederlande) geboren, wohnt
aber seit mehreren Jahren in Köln. Er studierte in Den Haag (Koninklijk
Conservatorium) und Amsterdam (Sweelinck Conservatorium) bei Rienk Jiskoot,
Bob van Asperen, Ton Koopman und Gustav Leonhardt Cembalo und Orgel, und schloss
sein Studium mit dem Solisten-Diplom ab. Seit März 2000 war er Cembalist
von Musica Antiqua Köln (Reinhard Goebel). In dieser Eigenschaft
gastierte er in Europa, Asien, Nord-, und Südamerika und spielte CDs für
Deutsche Grammophon / Archiv Produktion ein. Ende November 2006 löste
sich Musica Antiqua Köln auf; Léon Berben hat sich seitdem
in seiner Arbeit neben der Kammermusik insbesondere dem Solo-Repertoire gewidmet.
Léon Berben gibt Solokonzerte auf Cembalo und Orgel. Seine Solo-CD-Aufnahmen
auf historischen Orgeln und Cembali hauptsächlich für die Label
Ramée und Aeolus wurden in der Presse hoch gelobt
und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik
und dem »Choc« von Le Monde de la Musique. Neben seiner Tätigkeit
als ausübender Musiker beschäftigt er sich auch mit Musikgeschichte
und -theorie, veröffentlicht u.a. Artikel zur historischen Aufführungspraxis
und zeichnet als Co-Autor für Die Musik in Geschichte und Gegenwart.
Sein Repertoire umfasst Clavierwerke zwischen 1550 und 1750, wobei sein Hauptinteresse
der deutschen Musik, den Virginalisten und Sweelinck gilt.
www.leonberben.org
| 1. Prelude (12) | |
| 2. Fantasia (13) | |
| 3. Clarifica me Pater (48) | |
| 4. Clarifica me Pater (49) | |
| 5. The Queen's Alman (10) | |
| 6. Fantasia (25) | |
| 7. Fantasia (63) | |
| 8. Ground (86) | |
| 9. In Nomine (51) after Robert Parsons | |
| 10. Lachrymae Pavan (54) after John Dowland | |
| 11. Fantasia (46) | |
| 12. Miserere (67) | |
| 13. Ut re mi fa sol la (64) | |
| 14. A Voluntarie (27) | |
| 15. Ground (42) | |
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(Musica Britannica work numbers)
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