| RAMÉE |
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| Roberto VALENTINI, Sonate à Flauto e Basso | ![]() |
Die vorliegende Aufnahme präsentiert
als Weltersteinspielung zwölf Sonaten für Blockflöte und Generalbass
des englischen Komponisten Robert Valentine, deren Handschriften kürzlich
wiederentdeckt wurden.
Valentine wurde in Leicester zwischen 1671 und 1674 in einer Musikerfamilie
geboren. Er kam vor 1701 nach Rom, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1747 gelebt
hat.
Valentine war in Italien unter dem Namen »Roberto Valentini« oder
»Valentino« bekannt, oft mit dem Beisatz »Inglese«,
um ihn von dem Florentiner Geiger und Komponisten Giuseppe Valentini zu unterscheiden,
der in den selben Jahren in Rom aktiv und während einiger Zeit sein Kollege
beim Marquis Ruspoli war. Valentine litt unter dieser Homonymie und hatte Mühe,
sich in das von Konkurrenz geprägte musikalische Umfeld des damaligen Roms
zu integrieren.
Neben seiner Tätigkeit als Instrumentalist unterrichtete Valentine Blockflöte,
eventuell auch Traversflöte, widmete sich aber vor allem der Instrumentalkomposition
und entwickelte dabei eine große Produktivität: allein für Blockflöte
zählen wir nicht weniger als 60 Sonaten für ein Instrument mit Generalbass,
neben zahlreichen Sonaten für zwei Instrumente allein, für zwei Instrumente
und Generalbass sowie ein Konzert für Blockflöte, zwei Violinen und
Generalbass.
In den ersten Sammlungen ist Corelli das Ideal des englischen Musikers, und
der Grund seiner Reise nach Italien mag in dem Wunsche gelegen haben, bei dem
großen Meister zu studieren doch wissen wir nicht, ob sich dieser
erfüllt hat. Im Laufe der Jahre zeigt Valentine immer mehr seine eklektische
Seite indem er dem vorherrschenden musikalischen Geschmack folgte und sich dem
galanten Stil gewissermaßen über die theatralischen und pathetischen
Stilmerkmale der neapolitanischen Komponisten näherte. Der Erfolg Valentines
bei den Liebhabern war vor allem auf seine Fähigkeit zurückzuführen,
in den schnellen Tempi eine melodiöse, gefällige und lebhafte Schreibweise
mit einer relativ einfachen Ausführbarkeit zu verbinden und in den langsamen
Sätzen das Vergnügen von Ausführenden und Zuhörern durch
eine Fülle melodisch gefälliger und ausdrucksstarker Momente zu wecken.
Das Manuskript dieser zwölf Sonaten ist Teil einer eigenständigen,
für das Repertoire wahrhaft repräsentativen Werksammlung eines zeitgenössischen
italienischen Musikliebhabers, Paolo Antonio Parensi, Kaufmann und Gonfalone
in Lucca um 1704. Es ist in der Biblioteca Palatina in Parma unter der Signatur
Sanv.D.145. überliefert.
Das
ENSEMBLE MEDIOLANUM wurde 1999 von Preisträgern
und Stipendiaten renommierter deutscher Förderinstitutionen (Internationaler
Bach-Wettbewerb Leipzig, Studienstiftung des deutschen Volkes, Musikpreis des
Bundesverbandes der Deutsche Industrie u.a.) gegründet. Nachdem es mit
mehreren Preisen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurde (u.a.
beim Telemann-Wettbewerb in Magdeburg und der Polytechnischen Gesellschaft in
Frankfurt am Main), erhielt das Ensemble Stipendien der Deutschen Phono-Akademie
Hamburg, der Gotthard-Schierse-Stiftung Berlin sowie von »Yehudi Menuhin
Live Music Now«. Seitdem wurde das Ensemble Mediolanum zu internationalen
Festivals wie dem Bach-Fest Leipzig oder den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern,
zu Konzerten nach Brüssel, Mailand und New York sowie zu diversen Produktionen
und Konzerten verschiedener deutscher Rundfunksender eingeladen und war dabei
in so renommierten Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie zu hören.
Die Debut-CD mit bisher unveröffentlichten Kammermusikwerken Giuseppe Sammartinis
ist 2005 beim Label Christophorus erschienen. Die Musiker des Ensembles Mediolanum
sind Dozenten an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt
am Main.
Sabine Ambos, Blockflöte
Felix Koch, Violoncello
Wiebke Weidanz, Cembalo
| Sonata I | 1. Allegro | Sonata XI | 28. Grave | ||
| 2. Adagio | 29. Allegro | ||||
| 3. Giga Allegro | 30. Adagio | ||||
| 31. Giga allegro | |||||
| Sonata IX | 4. Adagio | 32. Minuetto | |||
| 5. Allegro | |||||
| 6. Andante | Sonata VII | 33. Adagio | |||
| 7. Allegro | 34. Allegro | ||||
| 35. Largo | |||||
| Sonata XII | 8. Allegro | 36. Vivace | |||
| 9. Larghetto | 37. Allegro | ||||
| 10. Allegro La Posta | |||||
| Sonata II | 38. Allegro | ||||
| Sonata X | 11. Adagio | 39. Adagio | |||
| 12. Allegro | 40. Minuetto | ||||
| 13. Grave | |||||
| 14. Allegro | Sonata V | 41. Adagio | |||
| 42. Allegro | |||||
| Sonata VI | 15. Allegro | 43. Amoroso | |||
| 16. Andante | 44. Allegro | ||||
| 17. Giga allegro | |||||
| 18. Minuetto | Sonata IV | 45. Adagio | |||
| 46. Allegro | |||||
| Sonata III | 19. Adagio | 47. Adagio | |||
| 20. Allegro | 48. Allegro | ||||
| 21. Adagio | |||||
| 22. Allegro | |||||
| Sonata VIII | 23. Adagio | ||||
| 24. Allegro | |||||
| 25. Adagio | |||||
| 26. Vivace | |||||
| 27. Giga allegro |