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| Anton EBERL, Grande Sonate | ![]() |
Als ebenbürtig oder gar höher angesehen als Beethoven, war Anton Eberl (1765-1807) zu Lebzeiten so populär, dass seine Werke für Kompositionen Mozarts gehalten werden konnten. Seine Klaviersonate op. 1 zum Beispiel wurde viele Male als Mozarts letzte große Sonate veröffentlicht. Eberl hat in großartiger Weise zur klassisch-romantischen Stilwende beigetragen und war somit ein Wegbereiter für spätere Komponisten der Romantik wie Schubert und Mendessohn. Dass Eberl nicht früher wiederentdeckt worden ist, mag daran liegen, dass es sehr schwierig ist, zu einer befriedigenden Ausführung auf modernen Instrumenten zu kommen. Seine Musik, die die Leichtigkeit des klassischen Stils mit der Melodiosität der Romantik verbindet, wird viel verständlicher, wenn sie wie hier auf Instrumenten ihrer Epoche ausgeführt wird. Eberl macht vorzüglich Gebrauch von der Eigenart und der »Unebenheit« der Instrumente des angehenden 19. Jahrhunderts, wie zum Beispiel der chromatischen Einfärbung der Klarinette und den verschiedenen Registern des Fortepianos und des Cellos. Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes unternahm Eberl Konzertreisen nach Prag, Dresden, Weimar, Berlin, Leipzig, Gotha, Frankfurt und Mannheim. Bei seinem Tode hinterließ er ein uvre von etwa fünfzig Opus-Nummern, meistenteils entstanden nach 1800. Die Allgemeine Musikalische Zeitung schrieb anlässlich des frühen Todes dieses Künstlers, dass »so um ihn geweint wurde, wie es selten vorkommt«. Dass das Talent dieses vielversprechenden Vorreiters der romantischen Epoche in der Musikgeschichte immer wieder geringer eingestuft wurde als das der drei »Giganten« Mozart, Haydn und Beethoven, mag berechtigt erscheinen dass er vollkommen vergessen wurde, mit Sicherheit nicht!
Schon
kurz nach seiner Gründung im Jahre 2001 erhielt das TRIO
VAN BRUGGEN VAN HENGEL
VEENHOFF drei Preise beim internationalen Wettbewerb
Van Wassenaer. Das Ensemble ist seitdem in den Niederlanden sowie in
einigen anderen europäischen Ländern sehr erfolgreich, mit zahlreichen
Auftritten unter anderem beim Holland Festival Oude Muziek in Utrecht
und beim Prinsengracht Festival in Amsterdam. Neben ihrer Tätigkeit
im Rahmen des Trios haben die drei Musiker eine eigenständige Karriere
als Solisten und geben Solo-Konzerte in Begleitung von Orchestern wie der New
Dutch Academy und dem Orchestra Van Wassenaer in renommierten Musikzentren
wie der Vredenburg in Utrecht, De Doelen in Rotterdam und dem Concertgebouw
in Amsterdam. Bas van Hengel erhielt 1999 den Solo-Violoncello-Preis beim Wettbewerb
im Rahmen der Festwochen der Alten Musik Musica Antiqua in Brugge, und
Nicole van Bruggen und Bas van Hengel waren Preisträger in demselben Wettbewerb
mit dem Kwartet André.
Nicole van Bruggen, Klarinette
Bas van Hengel, Violoncello
Anneke Veenhoff, Fortepiano
Stephen Freeman, Viola
Frouke Mooij, Viola
www.vanbruggen-vanhengel-veenhoff.nl